Wie alles begann


Nach einer Ausbildung als Feinmechaniker und Maschinenbautechniker war A. F. Lübbe Produktionsleiter in der Mikroelektronik. 1987 gründet er eine Kleinkunstbühne im bayerischen Landshut-Tiefenbach, knüpfte Verbindungen zu Liedermachern, Musikern und Kabarettisten und organisiert rund 1000 Veranstaltungen. Seine ersten schriftstellerischen Versuche fallen ebenfalls in diese Zeit, für deren Veröffentlichungen er den Kunsthaus Verlag gründet.

Nach einer kurzen Auszeit, verbunden mit einem Auslandsaufenthalt, kommen die Geschäftsführerin Mechthild Reuter und Alexander Lübbe durch verwandtschaftliche Bindungen nach Boddin und schlagen ihre Zelte auf. Fuchs und Hase sagen sich hier »Gute Nacht«. Trotzdem wird die Idee zu einer eigenen Druckerei geboren.

Da das Internet noch in den Kinderschuhen steckt, entsteht der Plan zur Herausgabe eines umfangreichen Kataloges mit allen deutschen Kleinkunst-Aktiven, denn die meisten Veranstalter – oft Vereine – haben keine Verbindungen zur Szene. Doch der Druck eines solchen Verzeichnisses kostet Geld – viel Geld.

Doch Mechthild Reuter und Alexander Lübbe sind der Meinung, dass Verlag und Druckerei letztlich eine Einheit bilden. Womit sie Recht haben. Warum also nicht selbst setzen, drucken und buchbindern?